ADHS und was das genau ist

ADHS und was das genau ist

Immer mehr Kinder scheinen unter ADHS oder auch Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom zu leiden. Allerdings gibt es noch andere Bezeichnungen, wobei die Eltern häufig nicht wissen, um welche Krankheit es sich handelt.

Hyperkinetische Störungen oder Zappelphilipp Syndrom

Die sind weitere Bezeichnungen für ADHS, wobei so einige Symptome für diese Erkrankung sprechen. Dabei berichten dann viele Eltern von den Erfahrungen mit ihren Kindern, die doch sehr auffällig sind. Das Kind kann nicht still sitzen, redet ständig dazwischen, und es scheint nur wenig zuzuhören. Dabei will das Kind ständig seinen Kopf durchsetzen oder geht mit anderen Kindern rücksichtslos um. Spielen ist mit solchen Kindern schwer, denn es tanzt dabei immer wieder aus der Reihe. Andere Kinder haben keine Lust mit so einem Kind zu spielen, denn es kann manchmal sogar brutal werden. So klingen die Beschreibungen der Eltern, deren Kind unter ADHS leidet. Doch worum es sich bei dieser Erkrankung überhaupt handelt, wissen selbst betroffene Eltern oftmals nicht genau. Hierbei ist die Fähigkeit zur Selbststeuerung und der Selbstkontrolle vermindert. Das ist die vereinfachte Erklärung, wobei diese Erkrankung sich durch folgende Beeinträchtigungen bemerkbar macht. Hierzu gehören die Beeinträchtigung der Konzentration und fehlende Aufmerksamkeit. Ebenso gehört ein impulsives und unüberlegtes Handeln dazu, genauso wie die körperliche Unruhe und einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang. Wenn ein Kind diese Symptome aufwies, wurde früher auch von dem hyperkinetischen Syndrom gesprochen. Doch ganz ist der Begriff noch nicht verschwunden, denn im deutschsprachigen Raum wird er noch vereinzelt benutzt. Allerdings gibt es noch eine Form von ADS oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung die ohne Hyperaktivität auftritt.

Wie häufig tritt ADHS überhaupt auf?

Hier schwanken die Zahlen sehr stark, auch wenn es sich bei ADHS und die am meisten verbreitete psychiatrische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen handelt. Diese Schwankungen kommen auch daher, dass die internationalen Diagnosekriterien unterschiedlich sind. Allerdings gehen Experten davon aus, dass gerade in Deutschland ca. vier bis acht Prozent der Schulkinder unter diesem Syndrom leiden. Dabei sind Jungen bis zu fünfmal häufiger betroffen als das bei Mädchen der Fall ist. Dabei tritt diese Erkrankung wahrscheinlich schon im frühesten Kindesalter auf, wobei diese allerdings erst in der Schule erkannt wird. Dies ist deshalb der Fall, da die Kinder die von der Erkrankung betroffen sind, sich hier in äußere Strukturen einfinden müssen. Erst ab da wird diese Verhaltensauffälligkeit deutlich, da die Kinder nicht in der Lage sind, in dieses Regelwerk einzufinden. Dabei ist nicht jedes Kind gleich stark betroffen. Also muss immer jeder Fall einzeln untersucht werden. Genau das könnte auch der Grund sein, warum ADHS oftmals sehr spät erkannt wird und in manchen Fällen überhaupt nicht. Dabei können auch Erwachsene unter ADHS leiden, wobei sich hier die Erkrankung etwas anders bemerkbar macht, als dies bei Kindern und Jugendlichen der Fall ist. Bei Erwachsenen wird die Hyperaktivität meistens durch eine innere und starke Unruhe gekennzeichnet. Doch das sind nicht die einzigen Hinweise, sondern die Betroffenen leiden häufig unter psychischen Störungen wie zum Beispiel Depressionen. So können auch eine soziale Phobie oder Essstörungen auftreten. Kinder sind häufiger betroffen als gedacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.