Kategorie: Körper

Gehirnerschütterung kann Langzeitfolgen haben

Bisher wurde eine Gehirnerschütterung nicht als besonders schlimm erachtet, doch diese kann noch lange Zeit später gravierende Folgen haben. Dies gilt selbst für eine leichte Gehirnerschütterung, denn auch diese kann Langzeitfolgen haben, die ebenfalls gravierend ausfallen können. Denn noch bis zu sechs Jahren leidet das Gedächtnis und die Lernfähigkeit ist ebenfalls davon betroffen. Dies haben deutsche Forscher inzwischen festgestellt, was der bisherigen Lehrmeinung wiederspricht. Denn dort wird immer noch gelehrt, dass eine Gehirnerschütterung vollkommen ohne Langzeitwirkungen bleiben würde. Hier wiedersprechen nun die Ergebnisse, die durch eine Studie an den Universitäten von Marburg und Münster festgestellt wurde. Denn hier litten betroffene Personen sogar noch nach sechs Jahren unter Beeinträchtigungen, die sogar erheblich sein können. Hierzu gehörten gerade kognitive Fähigkeiten, wobei das nicht die einzigen Beschwerden waren. Hinzu kamen auch noch depressive Symptome, die sich häufiger als bis dahin bekannt war, zeigten. Dabei reichten schon sehr geringe Erschütterungen die sich jeder zum Beispiel beim Sport zufügen kann. Dies gilt genauso bei einem Sturz oder einem leichteren Auffahrunfall. All dies kann ein Schädelhirntrauma auslösen, das noch nicht einmal schwer sein muss. Hierfür wurden 33 Patienten an der Universität Marburg genauer unter die Lupe genommen. Bedingung war, dass diese vor Jahren ein leichtes Schädelhirntrauma erlitten hatten. Diese Patienten wurden psychiatrisch und neuropsychologische durch eine Magnetresonanztomographie näher untersucht. Um einen Vergleich ziehen zu können, wurden gleichzeitig noch 33 Patienten untersucht, die kein leichtes Schädelhirntrauma erlitten hatten, bzw. eine Gehirnerschütterung.

Depressiv und zerstreut

Viele Patienten wussten all die Jahre nicht, was wirklich mit ihnen los war. Denn es zeigte sich, dass die Patienten selbst nach 6 Jahren immer noch starke bis mittelstarke Beeinträchtigungen hatten. Dies in den unterschiedlichsten Bereichen, wie beim Lernen, aber auch das Gedächtnis war noch betroffen. So war die Aufmerksamkeit ebenso betroffen, wie noch ganz andere Bereiche. Vielen Patienten fällt es immer noch schwer, Pläne zu schmieden, denn diese können nur schwer Entscheidungen treffen. Genauso konnten die Patienten sich kaum Ziele setzen, was dann natürlich auch zu einer Art Depression führen kann. Denn diese Dinge fielen den betroffenen Menschen vor dieser Gehirnerschütterung doch wesentlich leichter. Allerdings treten solche depressive Symptome nach einer Gehirnerschütterung häufiger auf. Dabei zeigten alle Probanden die kein solches Schädelhirntrauma erlitten hatten, keine dieser Symptome auf. Wichtig war bei diesen Untersuchungen noch, dass keine dieser Beeinträchtigungen durch Depressionen oder suboptimales Leistungsverhalten hervorgerufen wurden. Genauso konnten sich die Ärzte nicht erklären, warum diese späten Folgen einer Gehirnerschütterung vorhanden waren. Denn gerade die Langzeitwirkung ist bisher nicht bekannt, was dann den Betroffenen nicht hilft. Hier müssen dann die Wissenschaftler noch mehr Forschung betreiben, denn diese Patienten leiden natürlich unter den Einschränkungen. Viele gelten daher als depressiv und manchmal auch als zerstreut. Denn den Alltag können die Betroffenen nur sehr schwer bewältigen. Eines steht aber jetzt fest, eine Gehirnerschütterung ist doch nicht so harmlos. Genau das ist immer noch die gängige Meinung. Allerdings scheint das Gehirn sich diese Erschütterung noch sehr lange zu merken. Eines könnte den betroffenen Menschen dann doch helfen, hier ist wohl die Zeit ein Faktor.

Demenz, wenn das Gedächtnis versagt

Demenz ist nicht nur für die Patienten ein gravierendes Problem, sondern auch für die Angehörigen und die Medizin. Bis heute gibt es für diese Erkrankung noch keine Lösung.

Alzheimer trifft nicht nur ältere Menschen

Eines steht fest, ca. zwei Drittel, der an Demenz erkrankten, haben die gefürchtete Alzheimer. Hierbei bilden sich Ablagerungen im Gehirn. Etwa 15 bis 30 % entfallen auf eine Durchblutungsstörung im Gehirn, auch als vaskuläre Demenz bekannt. Diese Demenz wird häufig durch Infarkte verursacht. Alle anderen Formen der Demenz sind eine Art Mischform und hinzukommen noch seltene Unterarten der Demenz. So gibt es eine Demenz, die häufig bei scheren Alkoholikern auftritt. Derzeit gelten bisher mehr als eine Million nur in Deutschland als dement. Dies dürfte sich bis zur Mitte des Jahrhunderts noch auf vier Millionen in Deutschland erhöhen. Die Kosten für an Demenz erkrankte, belaufen sich derzeit auf gute sechs Milliarden Euro im Jahr, wobei eine der Krankenkassen eine Studie eröffnet die doch erschreckend war. Denn diese Studie die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Pharmafirmen erhoben wurde, eröffnete, dass es große Lücken in der Behandlung gibt. Hierbei wurden nur die Versicherten dieser einen Versicherung berücksichtigt, was dann eine andere Zahl, hervorbringen könnte. So wurde festgestellt, dass ca 7500 der an Alzheimer erkrankten keine speziellen Arzneimittel erhielten. Derzeit sind bei dieser einen Versicherung 21 500 bekannte Fälle gemeldet, wobei sich die Zahlen auf das Jahr 2005 berufen. Das Problem dabei ist, das genau diese Patienten ohne eine richtige Therapie, die meisten Kosten verursachen. Dies liegt direkt mit den sogenannten Antidementiva in Zusammenhang, was häufig daran liegt, das diese Menschen erst viel zu spät zu den entsprechenden Fachärzten kommen.

Antidementiva können nicht heilen

Diese Medikamente können zu verzögern, heilbar ist Demenz immer noch nicht. So wirken diese Medikamente auch nur kurzfristig, können also den geistigen Verfall nicht aufhalten. Das größere Problem hierbei ist noch, dass die Medikamente sehr teuer sind und das Budget einer Krankenversicherung erheblich belasten können. Daher werden Antidementiva häufig nicht verschrieben, sondern die Ärzte verschreiben lieber Psychomedikamente. Darunter sind Mittel die Antipsychotika, die eigentlich nur Patienten mit Wahnvorstellungen verschrieben werden sollten. Noch schlimmer ist, dass diese Pillen wahllos verschrieben werden, was dann auch in einigen Alten- und Pflegeheimen festgestellt wurde. Doch genau diese Medikamente haben dann auch noch schwere Nebenwirkungen, was die Ärzte anscheinend nicht kümmert. Zusätzlich wurde dann noch festgestellt, dass ungefähr 60 Prozent der Heiminsassen solche Antipsychotika verabreicht bekommen. Dies kommt häufig in Altenheimen vor, wo es nicht ausreichendes Fachpersonal gibt. Eine dieser Nebenwirkungen ist, das die geistige Leitungsfähigkeit nachlässt. Doch das ist nicht die einzige Nebenwirkung, denn davon gibt es so einige. Dazu gehören häufig noch Magenkrämpfe, Inkontinenz oder auch Gleichgewichtsstörungen. Nicht nur das diese Mittel bei Demenz vollkommen überflüssig sind, werden die alten Menschen noch kränker. Dies gilt gerade für Senioren, wobei die Ärzte die altersspezifischen Nebenwirkungen beachten sollten. Somit bleiben viele Angehörige dann doch mit der Sorge ganz alleine, denn die Ärzte sind hier wirklich nicht immer eine Hilfe. Wichtig ist hier, immer direkt einen guten Facharzt aufsuchen.